Klaus Mertens - Bassbariton

Biographie

Klaus Mertens

"Ein exzellenter Meister seines Fachs" (M. Harras): Seit vier Jahrzehnten wird der Bass-Bariton Klaus Mertens von der Kritik in Konzerten und seinen mehr als 200 CD-Einspielungen als "überirdisch strahlend" (klassik.com), "wunderbar schlank, klar deklamierend" (mdr Figaro) und "unverändert frisch und ungemein homogen" (klassik.com) für seine Interpretationen von Alter Musik bis zur Avantgarde gefeiert.

Die Möglichkeiten seiner Stimme, das Bewusstsein, stets "Medium" zu sein im schöpferischen Akt einer möglichst authentischen Interpretation, machen ihn zu einem der herausragenden Interpreten seines Faches – "ausdrucksstark, jedoch nie ein 'juste milieu' verlassend".

Einen bedeutenden Stellenwert in seiner künstlerischen Auseinandersetzung nimmt dabei die Alte Musik ein, für die er für seine "natürlich barocke Rhetorik"  über Repertoires und Nationalstile hinweg gelobt wird.

Ein Highlight und Alleinstellungsmerkmal in seiner Karriere stellt dabei gewiss die Gesamteinspielung des Œuvres von Johann Sebastian Bach auf CD und deren Aufführung in Konzerten weltweit dar. Es ist einmalig in der Tonträgergeschichte, dass in einer integralen Einspielung ein Sänger alle Partien seines Faches singt. Dies gilt zugleich für die wenig später ebenfalls fertiggestellte Gesamteinspielung des Œuvres von Dieterich Buxtehude.

Beide Produktionen erfolgten gemeinsam mit den großartigen Ensembles Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter der Leitung von Ton Koopman. Dieser sowie seine Frau Tini Mathot – sie leitete äußerst erfolgreich sämtliche Einspielungen als Produzentin – und Klaus Mertens sind 2019 seit 40 Jahren musikalisch und freundschaftlich eng verbunden.

Neben Ton Koopman arbeitet Klaus Mertens mit nahezu allen bedeutenden Dirigenten der sogenannten „Alten Musik“ und vielen Dirigenten weltweit der „modernen“ Orchester zusammen. Er ist gern gehörter Gast bei wichtigen internationalen Festivals.

In seinen eigenen CD- und Konzertprojekten, die er forschend begleitet, ist es ihm ein grundsätzliches Anliegen, wertvolle unerhörte bzw. lange verschollene Werke wieder zum Klingen zu bringen.

Mit Leidenschaft widmet er sich von jeher aber auch der Musik von der Renaissance über die der Klassik und Romantik bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, die auch eigene Werke für ihn schreiben. Hierbei spielt das Lied in seinen mannigfaltigen Erscheinungsformen (Lieder und Zyklen vom Lautenlied bis zu Streich-Quartett und Kammerensemble) eine große Rolle.

Darüber hinaus hat Klaus Mertens große Freude an neuen experimentellen Formen der Musikdarbietung und übernimmt zunehmend auch Sprechrollen.

Als Anerkennung seiner bisherigen Arbeit als Interpret barocker Vokalmusik wurde Klaus Mertens 2016 der Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg verliehen. „Als der ideale Vermittler für Bach’s Kantaten- und Passionstexte“ erhält er nun zudem während des Bachfestes Leipzig 2019 die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Stand: Januar 2019 (etwa 400 Wörter)
Erstellt unter freundlicher Mitwirkung von Nicola Oberlinger

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